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Neu auf CARTA: Eine kleine Übung in Preishysterie

2014/01/15

Stoppen oder weitermachen? Das ist die Frage, vor der Zentralbanken in den USA, Europa und anderswo zurzeit in Bezug auf ihre extrem lockere Geldpolitik stehen. Dabei wird an ein Zurückfahren der Programme und ein Abschöpfen der überreichen Liquidität, die sichtbar kaum produktive Verwendungen findet, noch gar nicht gedacht. Und das obwohl Beobachter seit langem vor dem Inflationspotential dieser Politik warnen. Auf Twitter & Co. werden sie dafür mit Spott überhäuft und, sofern sie aus Deutschland kommen, als typisch deutsche Inflationshysteriker abgetan.

Ein Blick auf die offiziellen Preisstatistiken scheint den Spöttern recht zu geben. Gerade meldet Eurostat, dass die jährliche Inflation im Euroraum im Dezember 2013 auf 0,8 Prozent vorausgeschätzt wird. Damit wird selbst eine Inflationsrate von zwei Prozent, wie sie die Europäische Zentralbank (EZB) auf längere Sicht anpeilt, zu einem höchst ehrgeizigen Ziel. Welche Seite recht hat, ist dennoch schwer zu beurteilen. Mit der Geldpolitik wird der Rahmen für Preissteigerungen in einer Volkswirtschaft abgesteckt. Inwieweit dieser ausgefüllt wird, hängt von der Wirtschaftsdynamik und den Aktionen und Reaktionen vieler Einzelner ab. Die entscheidende Frage, die sich hier stellt, ist: Würde ein dauerhafter Anstieg der Preise auf breiter Front, wenn er im Anzug wäre, so rechtzeitig erkannt, dass die Geldpolitik darauf angemessen reagieren könnte? Ein Blick auf die Art der Preisbildungsprozesse in der Wirtschaft und die Konstruktion von Preisindizes lässt daran Zweifel aufkommen.

Mehr dazu auf CARTA.

From → Prices

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